
Hallo, ich bin Maria.
Collage- und Performancekünstlerin, die heute Glaubenssätze und Blockaden auseinandernimmt anstatt Printmedien.
Neuro Hackerin, Weltverbesserin und unverbesserliche Träumerin, die mit Trauma arbeitet.
Tja, Kategorien und Schubladen
waren mir schon immer zu unbequem!

Mein beruflicher Weg begann in der Kunst.
Ich studierte Malerei und Plastik, war Meisterschülerin und arbeitete viele Jahre als freischaffende Künstlerin mit Collage, Installation und Performance.
Schon in meinen Collagen hat mich interessiert, wie vermeintliche Wahrheiten entstehen. Ich liebe es, Medienbilder zu dekonstruieren und sie zu phantastischen Szenen neu zusammenzusetzen.
Als Performerin interessierte mich die Verbindung zwischen Bewegung und Nervensystem.
So traumhaft das klingt, es war nicht alles ein leichter Sommernachtstraum. Im Gegenteil.
Ich war lange ziemlich gut darin, mit einem Fuß meinen eigenen Träumen zu folgen und mit dem anderen brav in den Erwartungen anderer stehen zu bleiben.
Ich führte eine langjährige Beziehung, die wunderbar zu den Erwartungen meiner Familie passte und mich innerlich zerfraß, verwirklichte Projekte im In- und Ausland, arbeitete nebenbei freiberuflich mit Menschen in unterschiedlichen Beratungs- und Coaching-Settings, einzeln und in Gruppen, in Workshops und Vorträgen.
Zusätzlich trug ich noch einen guten Teil der emotionalen Last der Menschen um mich herum.
Von außen sah es perfekt aus. Innerlich kostete mich diese Art von Stärke zunehmend meine Freiheit und Lebendigkeit. Ich war dauernd erschöpft und gereizt, konnte kaum entspannen, reagierte auf Kleinigkeiten heftig und bewegte mich durch mein Leben, als hätte mir jemand einen 30-Kilo-Rucksack auf den Rücken geschnallt.
Sieben Jahre Therapie und trotzdem Daueralarm.
Therapie half mir, mit der Last umzugehen, nicht aber, sie loszulassen. Yoga und Meditation halfen mir, meinen Geist zu beruhigen und wieder mehr Zugang zu meinem Körper zu bekommen. Mein System blieb trotzdem in Daueralarm. Irgendwann erkannte ich mich selbst kaum noch wieder und entschied: So geht es nicht weiter.
Als ich die Arbeit von Delia Schreiber und CTR kennenlernte, wusste ich sehr schnell: Damit möchte ich arbeiten. Ich absolvierte die Weiterbildung bei ihr in der Schweiz und erlebte selbst, wie schnell und erstaunlich unaufgeregt sich Dinge verändern können, wenn wir auf der richtigen Ebene mit ihnen arbeiten.
Heute verbinde ich CTR mit systemischem Coaching, Embodiment und
somatischer Nervensystemarbeit.

Eigentlich bin ich immer noch Künstlerin.
Joseph Beuys prägte den Begriff der „Sozialen Plastik“: die Idee, dass wir gesellschaftliche Wirklichkeit gestalten können wie ein Kunstwerk.
Ich glaube, meine heutige Arbeit ist für mich die konsequenteste Form davon.
In meinen Collagen arbeitete ich mit Bildern, Bedeutungen und Geschichten. Heute arbeite ich mit Erfahrungen, erlernten Reaktionen, Beziehungen, Körpern, Wünschen und den Geschichten, die Menschen über sich selbst gesammelt haben.
Ich liebe diesen Moment, wenn ein Mensch seine ganze Kraft plötzlich nicht mehr dafür braucht, sich selbst zusammenzuhalten. Wenn wieder Neugier auftaucht, Wünsche wichtiger werden, Grenzen selbstverständlicher und das eigene Leben weiter, leichter und klarer wird.
Mein Weltverbesserinnenprojekt? Mehr Traumakompetenz.
Ich wünsche mir eine Welt, in der
Wissen über Trauma, Nervensystem und Selbstregulation selbstverständlich ist.
Trauma verdient es, ernst genommen zu werden. Gleichzeitig möchte ich nicht, dass es zur lebenslangen Identität und zum Käfig eines Menschen wird. Ich wünsche mir, dass Traumakompetenz irgendwann so selbstverständlich ist wie Zähneputzen. Dass Menschen erkennen: Jetzt ist mir etwas Erschreckendes passiert, und ich weiß, wie ich mich stabilisieren oder andere in solchen Momenten unterstützen kann.
Mens sana in corpore tuto.
Ein gesunder Geist wohnt in einem sicheren Körper.